11.3.07

Ein Jahr Mistprinten !

Werte Festgesellschaft,

Wir, die Redaktion von www.mistprinten.de.vu, freuen uns, heute mit Ihnen das erste Jubiläum unserer journalistischen Großkampfmaschine zu feiern.

Wie auch unser hochgeschätzter VorSTandsvorsitzender, wollen wir das Jahr Revue passieren lassen.


Um Herrn Detlev G. nicht die ganze Show zu stehlen, hatten wir uns im letzten Jahr bewusst dazu entschieden, nicht im Januar sondern im März mit unserem realsatirischen Enthüllungsprojekt an die Öffentlichkeit zu gehen um die Verkündung der Neujahrsrede nicht total unter den Tisch fallen zu lassen. Wobei? Schnittchen und Sekt gab's bei uns bisher noch nicht. Mögen wir doch eher Döner und schales Dosenbier vom ALDI. Wir möchten Sie heute mit einigen bislang unveröffentlichten Leckerbissen, sozusagen "Cut scenes", die in unserem Archiv schlummern, verwöhnen. Einiges war für sich einfach nicht gut genug, um unseren - und Ihren - Ansprüchen zu genügen.

Ein Jahr ist nun ins Land gezogen, und ja, liebe Charité, was haben wir gelacht. Über Sie/Dich/Euch! Wir dürfen dankbar sein über so viel heiteren Schwachsinn, unfreiwillige Komik und so unglaublich viel selbstdarstellerische Akteure und Aktricen, die uns von Zeit zu Zeit aus unserer Lethargie im Atombunker gerissen haben und uns zu poetischen Höhenflügen ungeahnten Ausmaßes beflügelt haben.


Was hätten wir in diesem Jahr nur getan und was wäre ohne unser meisterhaftes journalistisches Gespür alles unter den Teppich gefallen...

Wir wollen nicht darüber spekulieren.

Viel mehr wollen wir daran erinnern, wie Schmolker Vieden und Co. den Palastmüll durch Berlin karrten, Rumsfeld-Harry sein Buch so schlecht bewarb, dass es keiner kaufen wollte.

Oder als IM Hinnack aus dem damals noch gut gecaterten Fakultätsrat flog um sich dem Garten zu widmen und zur legendären Standortsäge wurde. Oder als IM Hinnack nicht in den Aufsichtsrat gewählt wurde. Oder als IM Hinnack nach Steglitz gezwungen wurde und unter den Augen der versammelten Fakultät Marken für die Biertheke verschachern musste. Oder als IM Hinnack das Frettchen mitbrachte und alle doll geschwitzt haben. Ok, daran wollen wir uns nicht erinnern.

Stattdessen erinnern wir uns gerne an Jutta B. vs. Everything. In Anlehnung an eine der besten Homepages seit der Erfindung des Internets (www.mrtvseverything.com) hat unsere Terrorlesbenohrringtragende Frau Dr. B. es wirklich mit jedem aufgenommen. Und verloren. Egal ob die Vorsitzende der Ausbildungskommission, die schrägen Vögel der studentischen Liste 2, dem langen Arm des Bösen (Dr. Jörg P.) oder dem Bösen schlechthin (die Agendamachine). V.a. letzteres ist auch für den wählerischsten Gourmet von akademischen Schlammschlachten immer wieder ein besonderer Höhepunkt im kommissoralen Festtagsmenü.

Da weder Try-and-Error noch Lernen durch Fehler im Repertoire von "Uns Jutta" vorkommen, ist sicherlich auch in Zukunft gute Unterhaltung in nahezu allen Gremien garantiert. Von daher: DANKE, JUTTA, mach weiter so wenn Du kannst!

Außerdem denken und danken wir unserem Fast-Dekan Bernd D., dessen Jaguar sicherlich auch in das Auto des amtierenden Dekans passt. Bernte, alte Werkewemse, was haste uns erheitert mit Deinen ausführlichen Redebeiträgen mit zungenverknotend gerolltem "R". Fast so gut wie früher Muttis Gute-Nacht-Geschichten. Außer, dass bei mir die immer der Vatti gelesen hat, aber das spielt hier keine Rolle.

Auch Deine bösen Blicke können uns nicht davon abhalten, auch im nächsten Jahr Lobgesänge auf Dich und Dein rattenscharfes Auto abzusingen. Bernd D. aus B.: Gib uns mehr, wir brauchen's !

Gern erinnern wir uns auch an die wachsende Popularität der Charité in Hollywood. Da wäre Quentin Tarantinos Filmprojekt, für den er den amtierenden PDF Robert "The Rock" Nitsch verpflichten konnte. Just vor Weihnachten machte dann die Runde, dass auch ein unter dem latent negrophilen Pseudonym "Dean Martin" agierender Kollege des "Rocks" angeheuert hätte.

Den filmischen Höhepunkt des Jahres bildeten aber eindeutig die "Dean Wars" mit dem ultimativen Kampf um das Prodekanat Lehre.

Weder IM Hinnack noch der Wohlfühlphilosoph konnten etwas dagegen tun, die Agendamachine für weiter 2,5 Jahre zwischen Mitte und Steglitz Hin- und Herzukatapultieren. Doris muss also keine Zichten die Treppen im Althoff-Haus hochzerren. Lt. inoffiziellen Informationen, die der Mistprinten-Redaktion zugingen, fällt die gute Doris die Treppen ohnehin lieber runter als rauf.

Pelle erfreut sich nach wie vor guter Raumluft und der einstig gehandelte Mitbewerber um die "(Gold?-) Krone vom 4. Stock" (nennen wir ihn IM Walroß) hat die gammeligen Rheumakrallen dann lieber gen Prodekanat Forschung ausgestreckt. Der amtierende PDF hat ihm da aber ordentlich einen auf die Pfoten gescheuert. Auch wenn der ehemalige "Kalif von Köln" was dagegen haben dürfte. Aber man kann ja nun beim besten Willen nicht alles im Leben haben, dasselbige ist, wie wir im letzten Jahr bereits gelernt haben, kein Ponyhof!

Und dann wären da noch die vielen tollen Pressemitteilungen in diesem Jahr gewesen...

Neben allerlei prima Sachen aus der Medizin (ja, was, ehrlich?) fand die hiesige Redaktion stets mehr Spaß an Interna, die durch den Blätterwald rauschten. Aber da waren wir wirklich nicht allein!

Es gab so viele Sachen, über die wir gar nicht berichten konnten. Wir müssen ab und zu auch mal saufen um das alles ertragen zu können!

Da war die Sache mit zwei äußerst wohlhabenden Männern, die das Mutterschiff verklagten weil man ihnen vom siebenstelligen Gehalt ein paar Kohlen abzwacken wollte. Wir haben mit Ihnen geweint und hoffen auf bessere, weniger harte Zeiten.

Oder als die Arnimallee 22 mit Hilfe des Deutschen Ärzteblatts sich zur "Besten Vorklinik Deutschlands" samt Riesentransparent kürte. Oder als am CBF ein Patient übers Wochenende im Aufzug im Poliklinikbau stecken geblieben war (wär am CCM bestimmt nicht passiert, da hätte er wahrscheinlich ne ganze Woche im Aufzug festgehangen). Oder als auf der IST im COZ grozügig Nitroprussid-Natrium verteilt wurde. Und als dann die Soze mit der Brille endlich aus dem Senat geflogen ist und jetzt wohl am Roten Rathaus fegen geht oder so. Und als dem Senator sein Experte doch noch für den Auslandseinsatz geupgradet wurde. Ach, was gab es nicht alle für schöne Dinge.

Eins, liebe Leser, möchten wir Ihnen jedoch auch im nächsten Jahr versprechen: Harten und ehrlichen Investigativjournalismus mit absolut lokalpatriotistisch unverblühmten Faktenwissen.

Die Mistprinten werden auch im nächsten Jahr für Sie da sein und schonungslos über die wirklich wichtigen Sachen an der Charité berichten! Für den Rest gibt?s die Pressefee.

Lassen Sie uns mit den "Author's BestOf" des vergangenen Jahres auf das nächste anstoßen und der Dinge harren, die da kommen...

Hakuna Matata.