5.10.07

Beri Beri schmeißt hin



O' zapft is', werte Gemeinde!

Passend zum Oktoberfest südlich des Weißwurstäquators hat man sich hier, im werten Preußen, doch lieber für die Variante "Anpacken" entschieden und den längst überfälligen Frühlingsputz kurzerhand in den Herbst verlegt.
Kurzum: Beri Beri hat lange genug das Althoff-Haus verdreckt und muss gehen.

Verkündete die Pressefee noch gestern morgen, von all dem nix zu wissen, wußte DIE WELT irgendwie mehr, denn das Springer-Blättchen im Handtaschenformat verkündete schon heute morgen: Der Klinikumsdirektor wird auf eine Interkontinentalraktete geschnallt und irgendwohin gebeamt, wo er niemandem vom Charitéplatz 1 die Luft zum Atmen klaut.

Offiziellen Angaben zufolge hat sich die Grillmaschine vom CVK mit dem "Herren der Fliegen" (dem Nachfolger der Fege-Soze Flierl) und dem Senator, dessen Experte EBV-positiv ist, darauf geeinigt, es unterm Christbaum nochmal richtig krachen zu lassen und sich Silverster so zu besaufen, dass er Neujahr gleich zuhause bleiben kann. So schön kann man es haben...

Was hat nun den werten Klinikumsdirektor dazu bewogen, hinzuschmeissen? Ist es Alterstarrsinn? Phlegma? Oder gar die Sehnsucht, endlich wieder mit "Uns Jutta" so richtig entspannt über alte Zeiten zu plaudern und Fischbrötchen zu teilen?
Der Redaktion (und fast jedem anderen Printmedium auf diesem Planeten) liegen Berichte vor, nach dem Beri Beri sich bei den kaufmännischen Leitern der CC's ein wenig zu deren Gunstern verzählt haben soll, außerdem war da noch die Geschichte mit einem echten Stasi-Major, der die Charité echt wieder zum real existierenden Sozialismus bekehren sollte. Ist bekanntermaßen schief gegangen.

So, liebe Oktoberfestbetriebskampfgruppe, bleibt uns nicht viel mehr, als die Weißwurst aus dem Kessel zu holen, den gläsernen Biereimer an den Hals zu legen und auf unser aller Wohl zu trinken, denn: Der Nachfolger des kleinen Mannes mit der dreifachantihypertensiven Therapie ist ein echter Abwickler. Nicht nur, dass er den halben Osten fachmännisch in die freie Marktwirtschaft und viele kleine Mecker-Ossis doll geärgert hat, nein! Er hat auch eine weitaus lustigeren Namen als Beri Beri. Von daher: Auch die Mecker-Wessis werden auf ihre Kosten kommen, wenn es ab 1. Januar heißt: Wie wickel ich nach dem ganzen Osten auch noch das letzte echte Ost-Relikt ab (--> die Charité)? Wir dürfen gespannt sein und uns alle am Ende des Tages vielleicht dann doch noch in das schöne Steglitz absetzen.
Vielleicht bleibt uns dann auch die Aufstockung des Zonenturms erspart?

Es darf gehofft werden.

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