5.9.08

Habemus Mamam !

Eine Ära geht zu Ende. Das Poster musste weg vom Bettenhochhaus. Parken in Mitte ist nicht mehr umsonst sondern kostet jetzt richtig. Die CFM impft ihre Beschäftigten aus Kostengründen nicht mehr. Einkläger haben keine Chance mehr an der Charité. Und: Der Vorstand der Charité hat sich komplett ausgetauscht.

Behrend Behrends, von der Redaktion aufgrund seines grenzdebil-niedlichen Gesichtsausdruckes auch „Beri Beri“ genannt, hatte bereits im Jahre 2007 die Charité fluchtartig gen alte Heimat Küste verlassen. Unbestätigten Meldungen zufolge hat er sich mit seiner großen Liebe Jutta dort in einer Holzhütte mit Lehmfussboden an der Außenalster eingenistet.

Was passiert nun also mit dem Pharmakologen-Potpourri?
Fangen wir bei Detlev Ganten an. Der Mann, dessen Lebenswerk durch das Kleben am Chefsessel der Charité gekrönt werden sollte, wird den Laden der Läden im September dieses Jahres verlassen. Nur: Wohin? Auf die Datsche im Ostdeutschen? Ins schöne Buch ins MDC? An die Küsten, Möhren sähen und ernten? NEIN! Liebe Les(t)erschaft, unser einzig wahrer VorSTandsvorsitzender der Herzen wird Jubeldirektor und dem hohen Hause auch in Zukunft erhalten bleiben! Einzig die Frage, ob er sein altes Büro zwei Etagen unter dem Sorgentelefon der Charité behalten darf, ist zum gegenwärtigen Zeitpunkt noch nicht geklärt.
Was aber, so fragen Sie hier zu recht, ist ein „Jubeldirektor“? Liebe Leser, wo waren Sie die letzten Jahre??! Ihre Arbeitsstätte, Ihr Hort des Lebens, der Frohmut und die Vortür zum Himmel (wir reden hier über die Charité und nicht über die Garage neben Muttis Vorgarten) wird im Jahre 2010 300 Jahre alt. Wenn das kein Grund zum Jubeln ist, wissen wir auch nicht weiter. Und damit alle so richtig schön jubeln können und das vielleicht auch noch sozialistisch-gleichförmig wie es der Großteil der linientreuen Belegschaft des einstigen Elite-Krankenhauses der besseren deutschen Republik einst gelernt und internalisiert hat, braucht die Charité einen Vorjubler. Wer könnte das besser machen als der Jubeldirektor??! Und genau hier kommt „uns Detlev“ ins Spiel: Mit hanseatisch korrektem Auftreten wird er uns über die Schwelle des Jubeljahres führen und uns von Veranstaltungshöhepunkt zu Eventkracher führen. UND DAS EIN GANZES JAHR LANG!!!
Was macht nun aber der zweite Akteur des Pharmakologen-Doppelsitzers?
Martin Paul aka „Dean Martin“, „Le Doyen“, “Der MP” oder was auch immer hier noch kursierende Code-Wörter sind, macht rüber. Da es die DDR ja nun nicht mehr gibt und die Arbeitsstelle Sankt Eglitz auch schon seit ein paar Jahren nicht mehr in Dekanatsdiensten steht sondern einem Atommüllendlager immer ähnlicher wird, verlässt uns der Lieblingsdekan der Mistprinten-Redaktion in den goldenen Westen. Da die westlichen Hochschulen des Landes (zumindest die, die was taugen) alle bereits mit entsprechenden Führungshonorationen ausgestattet sind, hat sich der einzige Dekan, den die Mistprinten-Redaktion jemals kannte, für den kautzigen Nachbarn jenseits des Niederrheins entschieden. Zwischen Tulpen, Holzklöppern und Käse macht Martin Paul in die Provinz Limburg rüber. Nach Maastricht um genau zu sein. Was er dort machen wird haben wir uns gefragt. Tauben vergiften? Mitnichten! MP macht auch dort das, was er am besten kann: Dekan sein! YEAH! Was soll er aber alles machen, so ohne Standortsägen, dem „Rock“, dem kleinen Mann mit Sportwagen und ähnlichen Dingen?
Wir wären nicht die besten Investigativjournalisten der Welt, wenn wir Ihnen nicht doch zeigen könnten, wie der neue Tagesablauf des neuen Dekans der Medizinischen Fakultät der Universität Maastricht aussehen wird. Unsere Software-Experten haben weder Kosten noch Mühen gescheut, den geheimen Exchange-Server in Maastricht zu knacken und zwei Dinge zu enthüllen: 1. MP kann noch gar kein Neederlands und 2. das Leben kann so schön sein.

Außerdem gelang es unseren Experten, ein Video vom ersten Spaziergang unseres verflossenen Fakultätsoberhauptes durch die Stadt zu finden:










Wer aber hockt sich jetzt in den neuen Vorstand und bespaßt uns in den kommenden Jahren?
Wie die geneigte Leserschaft der Presse sicherlich schon entnommen hat, ist es so gekommen wie es kommen musste: Der ehemalige Kalif von Köln hat sich auch an seiner Heimatfakultät durchgesetzt und bekommt jetzt endlich die Chefmütze auf.
KME hat sie alle weg- bzw. ins Amt gemobbt. „The Rock“ hat er aus dem Weg geräumt (die Redaktion sagt: Sehr schade, wir mögen des Rocks Ausführungen über Billroth), die Seinen positioniert und sich so schön eingenistet für ein paar Jahre im Spielzimmer des VorSTandsvorsitzenden. Da wird wohl zukünftig wenig Zeit für die Ferienwohnung am Tegernsee sein.

Im Amt des Dekans beerbt nun endlich eine Frau „MP“. AGK (was ein wenig klingt wie AKW) wird Dekanin („Habemus mamam“ ist hier der korrekte Ausspruch wie der Redaktion zugespielt wurde, so klug sind wir ohne Latinum nicht) und wird KME’s Wasserträgerin in Sachen Fakultät. Wir dürfen gespannt sein…


Danke, Gemeinde, setzen, SECHS!