Geneigte Leserschaft!
Der VorSTandsvorsitzender des Mutterschiffes scheint seine ganz eigenen Lehren aus der Finanzkrise gezogen zu haben. Während andere Unikliniken in Hessen unter dem Joch der Privatisierung leiden und die Charité bereits mit der Privatisierung ihrer Hausmeisterei eine geldgierige Mafia geschaffen hat (wir berichteten), will der große KME jetzt auch noch das Uniklinikum in eine Aktiengesellschaft umwandeln, um endlich Schulden aufnehmen zu können. Welch glorreiche Idee! Ein Fass ohne Boden in ein Loch ohne Boden umzuwandeln! Na, wenn das nicht den Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften an die Charité bringt, wo sollen wir dann jemals wieder einen Nobelpreis herkriegen? Jetzt muss nur noch geklärt werden, ob die gammelige Küche im Fresswürfel in eine eigene "Bad Charité" ausgelagert wird oder als "Sondervermögen" in der neuen Aktiengesellschaft verbleibt.
Wie genau das mit dem zukunftsorientierten Schulden machen funktioniert, erklärt Ihnen übrigens folgendes Video recht anschaulich:
Während KME gerne eine Charité AG hätte, favorisiert unser Bildungssenator Zöllner allerdings eine Charité GmbH, so dass wir eine letzte, große Hoffnung haben können, nicht eines Tages vor dem völligen Chaos teil- ganz- und gar nicht privatisierter Charité-Teile zu stehen: Ein über die Presse ausgetragener Zickenkrieg um die bessere Gesellschaftsform, der so lange dauert, bis niemand mehr Lust hat, etwas zu verändern. Nur soll es nicht um Sozialismus vs. Kapitalismus, CBF vs. CVK, Ost vs. West gehen, sondern um AG vs. GmbH. Aber das KME zu einer Presseschlacht in der Lage ist, hat er im Duell mit dem Finanzsenator Nußbaum ja bereits eindrucksvoll bewiesen.
Wir meinen: Ring frei! Möge Keiner von Beiden gewinnen!
Mit staatsmonopolkapitalistischen Grüßen,
Ihre Mistprinten
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