Geneigte Leserschaft!
Es herrscht Meuterei auf dem Mutterschiff. Doch während der Zonenturm in einem Fahnenmeer versinkt, wundert sich die Eiskönigin aus dem GB Unternehmenskommunikation öffentlich über das Streikpotenzial, das an der Charité herrscht. Das ist insofern amüsant, als es zu ihrer Abgeordnetentätigkeit geschah, dass die CFM vom Mutterschiff abgespalten wurde und seitdem wie eine Chimäre aus Putzerfisch und Elster allen Dreck und alles Geld von der Charité wegfrisst.
Nachdem nun auch noch die seit 300 Jahren auf Krawall gebürsteten Anatomen als Trittbrettfahrer auftreten und Studierende darum kämpfen müssen, in ihre Hörsäle gelassen zu werden (Erinnern Sie sich an die von uns prophezeiten Eintrittsgelder für Vorlesungen?) kommt eine vollkommen neue Akteurin ins Spiel: Die Bundesbildungsministerin, ansonsten eher bekannt für ihr elegantes Schweigen und ihre Messerstöße ins Herz von abschreibenden Verteidigungsministern, schlägt vor, die Charité zu einer Bundesuniversität zu machen. Großartig! Was würde einer Universität mit 4 Campi; 2 Mutteruniversitäten; einer ausgegliederten, ständig verrückt spielenden Facility Mafia; einem Raumproblem, dass selbst mit einem zweiten Bettenhochhaus nicht zu lösen wäre; einer riesigen Faulschlammblase unter ihrem einzigen Neubauprojekt und der nur auf ihre Entdeckung wartenden Asbestverseuchung besser tun, als wenn auch noch ein (Schavan), zwei (Schavan und Schäuble) oder gar drei (Schavan, Schäuble und Rösler) Bundesminister fragen, ob sie mitspielen dürfen?! Wird die CFM ihre Machtposition, beruhend auf Erpressung und Ausbeutung, beibehalten können? Werden die Anatomen zugeben müssen, dass die miese Qualität des Histologie-Kurses sich auch mit mehr Geld nicht verbessern lässt? Werden die Physiologen ihre Praktika dann von Praktikanten des Bundestages aufbauen lassen? Und wird es dann im Vorklinikbau Räume für die Vorklinik geben? Und wem werden die Toiletten gehören?
Mit kollegialen Grüßen,
ihre Mistprinten
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