31.3.06

Wo blieb der Schutt des Palasts der Republik ?

Wir bei Missed Printen verstehen uns selbstredend auch als politisch wachsames Auge für den unbescholtenen Charité-Bürger. Daher möchten und können wir Ihnen, verehrte Freunde der anspruchsvollen Unterhaltung und lückenloser Information die uns gestern zugespielten Bilder nicht vorenthalten.

Nachdem das Geschrei groß und das Gezerre um den Abriß des muffigen Stasi-Mekkas langwierig waren, wird der abgrundtief häßliche Kasten nun endlich dem Erdboden gleich gemacht. Richtig so, ruft Missed Printen. Aber wir wären nicht die, die wir sind, würden wir nicht stets die unangenehmen Fragen stellen, die uns so berühmt machten.

Wir fragten, wo bleibt der Schutt dieser Höhle des Bösen ? Die Reste dieser asbestverseuchten Kirche der Gottlosen ? Böse Zungen behaupten, ein Mitglied des Personalrats CCM habe bereits einen Großteil abgetragen und bei sich daheim zwischengelagert um dann tückisch die Asbestfasern im Institut für Mikrobiologie in der Kramerstraße, CBF zu verteilen. Zu seinem persönlichen Nachteil stolperte er - wie man hört - jedoch im ähnlich benannten Institut in der Dorotheenstraße und verursachte somit die Kontamination der edlen Hallen seiner Zechkumpanen dort, während der Umzug des Institutes, den er so gerne aus persönlichen Gründen verhindert hätte, nun beschleunigt vonstatten ging.

Doch auch Herr C. vom CCM konnte nicht allen Schutt zu sich nach Hause holen. Wie wir weiterhin hörten, wurde des Nachts ein Laster auf der Baustelle gesehen. Im dunkeln sah man lediglich die Silhouette zweier Männer. Der Fahrer - er blieb die ganze Zeit sitzen - fiel durch eine weithin sichtbare, ondulierende Glut vor sich auf (vermutlich ein Kettenraucher). Der zweite schaufelte die ganze Nacht den Schutt auf den Laster und gönnte sich einige wenige Pausen mit vom Fahrer geschnorrten Zigaretten. Im Morgengrauen - die Sonne stand schon tief am Firmament - fuhren beide ab. Passanten konnten gerade noch das Schild am Laster erkennen : "Schmolker Vieden - Integration and Disintegration for clinics"


Unsere Reporter, die sofort die Verfolgung aufnahmen, versteckten sich in der Nähe des nicht weit entfernten Ziels der Schuttbeförderungsfahrt : Die Tucholskystraße in Berlin Mitte.
Unter einer Plane versteckt wartete der LKW den Tag über, um in der folgenden Nacht vermutlich entladen zu werden. Leider war hier niemand anwesend, doch bereits am kommenden Tag traf eine weitere Missed Printe ein, die - geschockt von dem, was sich ihr da bot, Christoph 31 verständigte. Zusammen mit dem Helikopter aus dem sonnigen Süden konnte unsere Mistprinte gerade noch am Dache des Gebäudes dokumentieren, was alle empfanden: Zweifel. Hier nun die Aufnahme von gestern:





1 Kommentar:

fichtenmoped hat gesagt…

Jetzt hat der feine Herr C. den ganzen Mist auf seiner Datsche in Erkner liegen. Was tut er damit? Und warum Erkner? Weil der Name so total hässlich ist!